Digitale Souveränität & KI

Was machst du, wenn dein wichtigstes Tool morgen den Preis verdoppelt – oder einfach nicht mehr erreichbar ist? Wenn die ehrliche Antwort „keine Ahnung“ lautet, sind wir mitten im Thema.

Digitale Souveränität heißt für mich nicht, alles selbst zu bauen. Sondern zu wissen, wer den Schlüssel hat – und ihn im Zweifel selbst in der Hand zu halten. Das ist zuerst eine Frage von Menschen und Organisation: Wer versteht die Abhängigkeiten? Wer entscheidet? Und liegt das Wissen im Haus oder nur beim Dienstleister? Wie ich solche Vorhaben angehe, beschreibe ich unter Vorgehen.

„Compliance fragt: Darf ich handeln? Souveränität fragt: Kann ich handeln? Und darüber entscheidet die schwächste Schicht – nicht die stärkste.“

— Stephen Kunstmann

Abhängigkeiten sichtbar machen

Erst die Landkarte, dann die Route.

Welche Tools, Daten und Anbieter tragen euren Alltag – und was passiert, wenn einer davon wegfällt? Das mache ich gemeinsam mit Fachbereich und IT sichtbar, ohne Schuldzuweisungen. Oft ist schon diese Übersicht der wichtigste Schritt.

Bewusst entscheiden

Entscheiden statt entschieden werden.

Welche Daten gehören wohin? Wo ist ein großer Cloud-Dienst völlig okay, wo braucht es eine europäische oder eigene Umgebung? Ich helfe dir, Kriterien festzulegen, die auch in zwei Jahren noch tragen – Prinzipien statt Regeln.

Kompetenz im eigenen Haus

Souverän ist, wer es selbst versteht.

Die beste Infrastruktur nützt wenig, wenn das Wissen nur beim Dienstleister liegt. Ich begleite Teams und Führungskräfte dabei, digitale Abhängigkeiten zu verstehen und Veränderungen selbst zu tragen – inklusive Change, Widerstand und Kommunikation.

Die Souveränitätskette: vier Fragen

Ob KI, ERP, CRM oder Backup – diese vier Fragen stelle ich an jeden extern eingekauften Dienst.

  • Ort: Wo liegen die Daten physisch – und wo im Ausweichfall?
  • Betrieb: Wer greift im Betrieb darauf zu – Support, Fernwartung, Subunternehmer?
  • Recht: Welcher Rechtsraum kann auf den Betreiber zugreifen?
  • Wechsel: Komme ich mit meinen Daten wieder heraus – und bin danach arbeitsfähig?

Kannst du eine davon nicht beantworten, weißt du, wo du anfangen solltest.

Handlungsfähig bleiben, wenn sich die Lage ändert

Bei der Bundeswehr hieß das „Leben in der Lage“. In der digitalen Welt ist es aktueller denn je.

Preise ändern sich, Anbieter werden übernommen, Regeln verschieben sich – mit dem EU Data Act und dem AI Act kommen neue Rechte und Pflichten dazu. Souverän zu sein heißt nicht, jede Entwicklung vorherzusehen. Es heißt, reagieren zu können: mit einem Plan B, mit Menschen, die die Lage lesen können, und mit Entscheidungen, die jemand verantwortet.

Nicht ohne Grund macht gerade Karlsruhe, ganz in meiner Nähe, das Thema groß. Rund um das Karlsruher Manifest zur Digitalen Souveränität bringt es die Initiative karlsruhe.digital auf den Punkt: verstehen, selbst entscheiden und handlungsfähig bleiben. Genau da setze ich an – beim Menschen und in der Organisation.

KI als Teil davon

Bei KI entstehen Abhängigkeiten gerade am schnellsten – und werden am leichtesten übersehen.

Muss wirklich jeder zum Prompt-Ninja werden? Nein. 🙂 KI sollte im Alltag so einfach nutzbar sein wie eine fertige Excel-Tabelle – die Profis bauen sie, dein Team nutzt sie. Souverän heißt dabei: Du weißt, welches Modell mit welchen Daten arbeitet, und kannst es austauschen, wenn sich die Lage ändert. Inklusive der ehrlichen Frage, ob du überhaupt schon KI brauchst.

„Die KI ist nicht das Problem. Sie ist der Verstärker.“

— Stephen Kunstmann

Strategische Workshops

Was bringt KI euch wirklich – und was nicht?

C-Level-Workshops zu Use-Cases, Priorisierung, Risiken, Governance und messbaren Business-Zielen – inklusive der Frage, welche Daten in welches Modell dürfen. Ich starte mit einem Erwartungs-Check-in: Lieber vorher klären, was du brauchst, als nachher feststellen, dass wir am falschen Thema waren.

Prompting auf Expertenniveau

Der Prompt bleibt im Hintergrund – wie die Excel-Formel.

Tiefe Prompt-Kenntnisse für robuste Ergebnisse in Analyse, Text, Code und Assistenz-Workflows. Dein Fachbereich nutzt die Vorlage, ich sorge dafür, dass sie belastbar ist – inklusive Qualitätssicherung.

Architektur und Integration

Vom Prototyp bis zum Workflow, der im Alltag trägt.

Design und Umsetzung mit LLM, LRM, Foundation Models, RAG, MCP, APIs und produktiven Toolchains. Mehrere Modelle je Anwendungsfall, flexibel austauschbar – je nach Schutzbedarf vom großen Cloud-Modell bis zur europäischen oder selbst betriebenen Variante.

Meine KI-Haltung

Gute KI-Lösungen müssen im Alltag einfach nutzbar sein – ohne Prompt-Overload für die Fachabteilung. Macht doch Sinn, oder?

In Workshops setze ich auf Pärchenbildung: Fachbereich und Technik-Experte arbeiten zusammen. Der Fachbereich macht die Qualitätssicherung – denn die KI antwortet auch mit Überzeugung, wenn sie falsch liegt. Beispiele aus der Praxis findest du unter Referenzen.

„Die KI macht die Fleißarbeit. Du behältst die Qualitätssicherung.“

— Stephen Kunstmann
  • Schlanke Nutzung von KI durch Anwender ohne direkten Prompt-Kontakt
  • Prinzipien statt Regeln – sonst kommt man bei KI nicht hinterher
  • Nicht jede Aufgabe braucht KI: Ist das Problem komplex genug? Rechnet sich der Aufwand?
  • Mehrere LLMs je Anwendungsfall, flexibel austauschbar – kein Lock-in auf ein Modell

So erkläre ich KI

Erst ein Alltagsbild, dann der Fachbegriff – so wie in meinen Workshops.

Bibliothek und Cut-off: Ein Sprachmodell hat einen Wissensstand mit Stichtag – wie eine Bibliothek, in der nicht jedes neue Buch sofort steht. RAG ist dann das Stichwortverzeichnis: Ich ziehe gezielt eure Akten, nicht alles auswendig. PDF vs. Word: Datenqualität entscheidet, ob die KI zuverlässig arbeitet – schlechte Quellen liefern schlechte Antworten, egal wie gut der Prompt ist.

Technologie- und Tool-Erfahrung

Ich bin Praktiker – ich baue, teste und setze um, statt nur Folien zu zeigen.

  • Plattformen: Cursor, Anthropic, Gemini, OpenAI/Azure GPT, Mistral, Perplexity
  • Tools: Code Interpreter, Image Generation und API-basierte Automatisierung
  • Umsetzung: von schnellen Prototypen bis zu produktionsnahen KI-Workflows

Welches Format passt zu dir? Schau dir meine Leistungen an – oder wir klären es direkt im Gespräch.

Souveränität und KI im Erstgespräch klären

Häufige Fragen zu Souveränität und KI

Die Fragen, die in fast jedem Erstgespräch auftauchen – hier schon mal beantwortet.

Heißt digital souverän: raus aus allen US-Diensten?

Nein. Souverän heißt, bewusst zu entscheiden – und wechseln zu können, wenn sich die Lage ändert. Manche Daten gehören in eine europäische oder eigene Umgebung, für anderes ist ein großer Cloud-Dienst völlig okay. Wichtig ist, dass du weißt, was wo liegt und warum.

Ist digitale Souveränität nicht ein reines IT-Thema?

Die Technik ist der kleinere Teil. Entscheidend ist, ob Menschen verstehen, wovon sie abhängen, ob jemand die Entscheidung verantwortet und ob das Wissen im Haus ist. Ohne das hilft auch die beste Infrastruktur wenig.

Muss mein Team jetzt prompten lernen?

Nein. Genauso wenig, wie jeder Pivot-Tabellen bauen muss, um Excel zu nutzen. Die Profis bauen die Vorlage, dein Team nutzt sie. Der Prompt bleibt im Hintergrund – wie die Excel-Formel.

Mit welchen Tools und Modellen arbeitest du?

Cursor, Anthropic, Gemini, OpenAI/Azure GPT, Mistral, Perplexity – je Anwendungsfall das passende Modell. Ich bleibe da bewusst flexibel: Der Markt ist so dynamisch, dass eine feste Bindung an ein Modell schnell zur Bremse wird.

Wie kommen unsere eigenen Daten in die KI?

Über RAG, APIs und MCP – kontrolliert und nachvollziehbar. Wichtiger als die Technik ist die Datenqualität: Schlechte Quellen liefern schlechte Antworten, egal wie gut der Prompt ist.

Was ist, wenn die KI Unsinn erzählt?

Tut sie – und zwar mit voller Überzeugung. Deshalb gilt bei mir: Die KI macht die Fleißarbeit, dein Fachbereich behält die Qualitätssicherung.

Deine Frage ist nicht dabei? Dann stell sie mir direkt.